Wie entsteht Schwindel?

Unser Gleichgewichtssinn ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Sinneseindrücke:
Die Informationen, die uns unsere Augen, unser Gleichgewichtsorgan im Innenohr sowie unsere Muskulatur über unsere Position im Raum liefern, werden im Gehirn verarbeitet und miteinander abgeglichen. Schwindelgefühle entstehen dann, wenn eines dieser Sinnesorgane fehlerhafte Ergebnisse liefert, die nicht mit den übrigen Informationen übereinstimmen, oder das Gehirn diese nicht mehr richtig verarbeiten kann.

Auch unser Gehirn altert

So wie unsere Sehkraft oder unser Hörvermögen mit zunehmendem Alter nachlassen, altert auch unser Gehirn. Durchblutungsstörungen der feinen Hirngefäße führen zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Die Verarbeitung der unterschiedlichen Sinneseindrücke erfolgt dadurch unkoordiniert. Das kann leichte Schwindelgefühle zur Folge haben, die die Betroffenen häufig als Gefühl der Taumeligkeit verbunden mit Unsicherheit beim Gehen und Stehen beschreiben.


Kurz erklärt: Entstehung von Schwindel, Diagnose, Therapie

Prof. Dr. med. Arne-Wulf Scholtz, Leiter der Funktionsabteilung Neurootologie der Medizinischen Universität Innsbruck, erklärt, welche Mechanismen zu Schwindel führen, erläutert verschiedene Diagnoseverfahren und zeigt auf, welche Therapiemöglichkeiten den Patienten zur Verfügung stehen.